Die alte Poststraße

 

Die alte Poststraße von Hohenziats nach Möckern. Rechts der alte Grenzstein.

Im Jahre 1433 verordnete der brandenburgische Kurfürst, das die Kaufleute auf ihrem  Weg von Berlin nach Magdeburg, den Weg über Brandenburg, Plaue und Burg nutzen sollte. Das bedeutete dass die sogenannte Heerstraße als Poststraße genutzt werden sollte. Diese Verordnung wurde von den meisten Kaufleuten nicht befolgt, denn dieser Weg war schlecht  und somit schwer zu befahren. Schon das überqueren der Ihle konnte für manche reisende zum Abenteuer werden. Wir müssen uns daran erinnern, dass das kleine Flüsschen „Ihle“ „zur damaligen Zeit ca. 10 Meter breit war, und sich auf beiden Seiten Sumpfland vorlagerte. Deshalb war bei Regenwetter dieser Weg kaum zu bewältigen. Wem wundert es, dass trotz Verordnung des Kurfürsten, weiter die alte Poststraße benutzt wurde.

Es sollte deshalb noch einige Jahrhunderte vergehen bis der Postweg am 1.01.1724 von Berlin nach Magdeburg über Genthin nach Burg verlegt wurde.

Diese Strecke wurde al „Großer Clevischer Curs“ bezeichnet.

Er führte von Magdeburg  Herrenkrug, Gerwisch, Hungriger Wolf, Burg, Reesen, bei Prädetz, Parchen, Birkheide, Genthin, vor Bensdorf, Woltersdorf, Plaue, Brandenburg nach Berlin.

Dieser Postweg wurde vom Jahre 1724 bis 1779 benutzt.

Im Jahre 1780 leitet Friedrich der Große den Postweg Berlin- Magdeburg wieder über die alte Poststraße. Der Beweis dafür findet sich auf der Spezialkarte des

Herzogtums Magdeburg, die im Jahre 1800 von D.F. Soßmann heraus gegeben wurde.

1793 wurde mit dem Bau der Stadtchaussee Berlin- Magdeburg begonnen. Die Chaussee wurde auch als Kunststraße bezeichnet.

 

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